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© Skipper-Titus 2018
Törn 25
Wir sind zurück von unserer Tour mit der NYNKE aus dem Hause Yachtcharter Grou Houwink!!! Nachdem wir die NYNKE bei den Tagen der offenen Tür “betreut” und gefahren haben (siehe Törnebricht), stand für uns fest, die würden wir auch gerne mal für ein paar Tage fahren! Am 30.04.2018 machten wir uns morgens um 8:00 Uhr auf den Weg zum Yachthaven Leechlan in Grouw. Das Wetter spielte erst nicht so mit, wurde aber ab dem 2. Tag besser. Die letzten 3 Tage hatten wir “Kaiserwetter”! So wünscht man sich das... Unsere Crew bestand aus Gabi, Julia, Henry, Emma, Skipper Titus und einem befreundeten Nachbarehepaar nebst Sohn. Unsere Nachbarn waren noch nie an Bord einer solchen Yacht und blieben über Nacht an Bord. Sie wollten mal “reinschnuppern”. Wir haben sie angefixt. Soviel sei verraten. Wir kamen um 11:30 Uhr in Grouw an, die NYNKE lag schon für uns mit laufender Heizung bereit. Die NYNKE ist 13,70 m lang, 4,25 m breit, hat einen Tiefgang von 1,10 m und eine Durchfahrtshöhe von 4,20 m. Die NYNKE von Yachtcharter Grou Houwink im Yachthaven Lutsmond in  Balk Nachdem wir unsere Sachen verstaut hatten, ging es nach einer kurzen Einweisung der Crew in das Schiff los. Wir fuhren die NYNKE aus der Box. Das klappte prima! Die Crew achtete hervorragend an den Seiten darauf, dass wir mit der NYNKE nicht irgendwo anstiessen. Durch ein Nachbarschiff, dass ziemlich locker festgemacht war und mit in unserer Box “schwamm”, war es etwas enger. Mit Hilfe der Fender und dem eingebauten Bug-und Heckstrahler drückte ich das Nachbarschiff auf “seinen” Platz zurück. So kamen wir gut raus. Ein kleiner Einblick in das Pilothaus der NYNKE. Durch das interessante Raumkonzept hat man als Skipper einen prima Blick auch in den Salon. Das üblicherweise existierende Salondeck wurde bei der NYNKE weggelassen. Dadurch öffnet sich der Salon für den Skipper. Prima Idee! Unser erster Zielhafen war Lemmer. Nach 4,5 h Stunden Fahrt legten wir direkt hinter der “Betaalbrug” im Innenhafen von Lemmer an. Es war ziemlich voll im Innenhafen! Es gab nur noch diesen einen einzigen Liegeplatz. Ein Segler hatte davor festgemacht. Er lag dort mit umgeklappten Mast. Er hätte noch locker 5 m vorziehen können, was man eigentlich auch als netter Skipper tut, wenn es voll wird. Er sah uns, machte aber keine Anstalten, sein Schiff vorzuziehen. Wir waren ca. 100 m in den Innenhafen auf der Suche nach einen alternativen Liegeplatz rein gefahren. Die Brücke wurde hinter uns geschlossen. Also entschied ich, nachdem ich beim Vorbeifahren gesehen hatte, dass wir längentechnisch in die noch verbleibende Lücke passen müssten, den Rückwärtsgang einzulegen, die 100 m zurück zu fahren und uns mit Heckstrahlruder und Bugstrahlruder an die Brücke zu legen. Zugegeben, es war eine enge Kiste. Aber trotz der Zuschauer, die sich wohl dachten, dass es gleich knallte, legte ich die NYNKE, wie mit dem Schuhlöffel angezogen, in den noch vorhandenen Platz. Die Funkantenne meines “Vordermannes” ragte anschliessend über unsere Bugreling! Die Badeplattform der NYNKE hatte achteraus noch knappe 50-60 cm Platz. Wow! Dank Henry, der mir beim “Einparken” die Abstände nach hinten durch gab, klappte dieses Manöver vorzüglich. Einer der zuschauenden Passanten half beim Anlegen. Das war zwar nicht erforderlich. Aber ich schlage niemals eine helfende Hand aus!!! Nachdem wir festgemacht hatten, zeigte er mir den Daumen als Zeichen der Anerkennung. Meine stolze Skipperbrust schwoll bedenklich an! ;-) Zugegeben, ein wenig stolz war ich auf mich schon. Die “Zuschauer” verzogen sich. Nix passiert Jungs. Sorry! Kann ich! ;-) Links der Segelmast mit Antenne. Wie gesagt, knapp war es. Aber ohne Berührung nach hinten festgemacht. Die NYNKE ließ sich hervorragend manövrieren. Kleiner Gang rückwärts, rechtzeitig Gang raus, mit Heckstrahler und Bugstrahler sachte in die Fender gedrückt. Aufstoppen. Fertig. Leinen fest!!! Supi! Die Funkantenne des Vordermanns ragte bis über unsere Bugreling. Knappe Kiste... aber passte. Kaum. dass wir fest lagen und uns auf den Landgang machten, kam Wasser von Oben. Aber egal. Wir waren die Grössten! ;-) Nach dem Anlegemanöver! Was macht da schon ein bischen Wasser von oben... ;-) Gabi und Julia haben trotz Regen Spaß!                                   Gabi “post” auf dem Schleusentor.                                                                                                                                 Julia, Henry und Emma Bekannte haben wir auch gesehen. Die AQUA SALVIA von Aqualux. Abends gingen wir in die “De Specerij”. Ein sehr empfehlenswertes Lokal! Der dort tätige Kellner ist absolute Spitzenklasse. Neben dem Essen ist es auch seine Person, die uns immer wieder kommen lässt. Er hat Entertainerqualitäten! Der Kellner der “De Specereij” ist auch Skipper und hatte sein Schiff ebenfalls im Innenhafen festgemacht. Cool! Am nächsten Tag ging es wieder zurück Richtung Grouw. Wir fuhren über Sloten, Woudsend, vorbei an Heeg über den PMK und Sneeker Meer retour. Aufgrund starken Windes schaukelte es etwas und ich übernahm das Steuer, um wieder Ruhe in das Schiff zu bekommen. Ist alles gut gegangen.Sah spektakulärer aus, als es in Wirklichkeit war. Verfehlte aber seine Wirkung bei den anwesenden Mädels nicht. Als wir die Schutzschleuse von Terherne passierten, wurde es merklich ruhiger auf dem Wasser. Ein Teil unserer Crew verliess uns wieder. Sie wollten, wie oben schon geschrieben, mal einen “Schnuppertag” an Bord verbringen und hatten sichtlich Spaß! Ich denke, sie werden nicht das letzte Mal auf dem Wasser gewesen sein... Nachdem wir unsere “Schnuppercrewmitglieder” abgesetzt hatten, fuhren wir weiter nach Grouw. Dort machten wir auf Höhe des ehemaligen Palettenwerkes fest. Beim Versuch Landstrom an die NYNKE anzuschliessen stellten wir fest, dass das Kabel zu kurz war. Mies Mann. Julia kam die rettenden Idee! “Müssen wir den mit der Steuerbordseite festmachen?” Nö! “Wenn wir dann auf der Backbordseite liegen, brauchen wir dann nicht 14 m weniger Kabel?” Jo! Die Welt kann so einfach sein! Maschine wieder an, Leinen los, NYNKE gedreht und wieder festgemacht. Landstromkabel passt! Gute Julia! Nachdem wir die NYNKE gedreht hatten, klappte es auch mit dem Landstrom. Die Gelegenheit, den 1000l fassenden Wassertank aufzufüllen nutzten wir auch. Hatten wir doch nur noch 25% Füllstand laut Anzeige. Nach 3x 50 Cent war der Wassertank aber wieder voll! Fotografiert in Grouw in der Nähe unseres Liegeplatzes. Keine Ahnung, wofür die stehen, ich habe sie die Passenten getauft, die immer gucken, wenn man anlegt. In der Hoffnung, das es kracht. Die Tage an Bord der NYNKE vergingen wie im Fluge und wir hatten viiieeel Spass! Wie man sieht! Unser nächstes Ziel war Balk! Wir liegen immer gerne im Yachthaven Lutsmond. Das war also wieder unser Ziel. Vorbei am neu aufgebauten Teehuis von Grouw (Brandschaden), über den PMK, durch Sneek, Ijlst, Heeg, Woudsend, Sloter Meer ging es nach Balk. Das neu aufgebaute Teehuis von Grouw. Auffallend: Das Teehuis ist jetzt zweistöckig. In Ijlst kam uns ein etwas grösserer Dampfer entgegen. Da ich ihn rechtzeitig sah, und Ijlst beengten Raum vor der Brücke kenne, stoppte ich kurz vor Ijlst auf, liess den Dampfer passieren, um dann mit der nächsten Brückenöffnung durch zu fahren. Wie die meisten Brücken in Fryslan ist auch die Brücke in Ijlst kostenlos. Ich persönlich finde das sehr schade, dass es diese Betaalbrugs kaum noch gibt. Gerade für Neulinge an Bord ist der Bezahlvorgang mit dem an der Angel befestigten Holzschuh immer wieder eine neue Erfahrung und beliebte Abwechselung gewesen. In Balk angekommen, versperrte uns ein Baggerschiff die Weiterfahrt in den Ort Balk. Eine rote Tafel am Baggerschiff zeigte uns die Kanalsprerrung an. Wir fuhren in den Yachthaven Lutsmond und fanden noch einen freien Anlegeplatz an einem Kopfsteiger. Unsere 14 m lange NYNKE fiel in dem Teil des Hafens, in dem vorrangig kleinere Segelboote liegen, “etwas”auf. Egal, genug Wasser unter dem Kiel war vorhanden. Der Yachthaven Lutsmond wurde verkauft. Die neuen Besitzer haben noch einmal Geld in die Hand genommen und z.B. in dem vorbildlichen Sanitärbereich einen Geldwechselautomaten aufgestellt. Somit ist genug Kleingeld für Duschen oder Energiesäulen gesichert. Prima Idee!!! Hier geht es nicht mehr weiter. Das Baggerschiff sperrt mit der roten Tafel den Kanal und uns somit die Weiterfahrt zu den neuen Liegeplätzen kurz vor Balk. Schade. Abends kehrten wir dann bei Egidio`s Pizzeria L’Arcobaleno ein. Hier gibt es das Schnitzel Hans inzwischen auf der Karte. Die Schnitzel sind so 900 g schwer. Wenn man bei Egidio Bescheid sagt, gibt es auch Schnitzel Hans bis ca. 1500 g. Am nächsten Tag machten wir uns wieder Richtung Heimathafen der NYNKE auf den Weg. Es war zwar erst Donnerstag, aber da wir das Schiff am Freitag um 10 Uhr übergeben sollten, finde ich, gehört es sich, den Tag vorher möglichst in der Nähe des Heimathafens festzumachen. So ist sicher gestellt, das eine pünktliche Übergabe stattfinden kann. Es ist mir in all den Jahren erst einmal passiert, das wir verspätet ankamen, peinlich war es trotzdem für mich. Das vermeide ich deshalb! Am Abend kamen wir wieder in Grouw an, legten uns in den Hellinghaven und verspeisten zu vorgerückter Stunde eine Frikandel XXL Special. Satte 35 cm lang... Am nächsten Morgen ging es dann wieder zurück zum Yachthaven Leechlan. Dort übergaben wir die NYNKE beulen und schrammenfrei an Wietse Houwink. In den 5 Tagen haben wir trotz laufender Heizung 100 l Diesel verbraucht. Bei 18 h Maschinenlaufzeit ergibt sich daraus ein Stundenmittel von 5,5 l/h. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 km/h ein sehr guter Wert! Mein Dank geht an meine Crew. Es war sehr entspannt mit Euch zu fahren. Ich hoffe, wir werden uns später mal wieder an Bord treffen. Ich würde mich freuen! Ein ganz besonderer Dank geht auch an Wietse Houwink, der uns die NYNKE spontan und unbürokratisch zur Verfügung gestellt hat. Die NYNKE kann ich, obwohl sie von 2006 stammt, sehr empfehlen. Sie ist in einem sehr guten Zustand. Wir werden gerne wieder kommen Wietse! Normalerweise folgt jetzt eine Fotogalerie. Um meinen Server-Webspace zu schonen, habe ich mir überlegt, ein Youtube-Video zu erstellen. In diesem Video habe ich auch Drohnenvideos meiner DJI Spark, sowie viele weitere Bilder eingebaut. Über ein Feedback an christian.schroeder@skipper-titus.de oder ein Like! auf dem “Skipper Titus Youtube-Kanal” würde ich mich freuen. Viel Spaß beim Betrachten!         Euer Skipper Titus!                             Zurück zur Startseite                                       Hier geht es zum Youtube-Video der Tour